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Vegetationspflege an Bahnanlagen in Mülheim an der Ruhr

Gehölze an Böschungen und Randwegen wachsen jedes Jahr ein Stück näher ans Gleis. LANG schneidet sie zurück, damit Wege und Sicht frei bleiben und nichts in den Lichtraum ragt, also in den Raum um das Gleis, den ein Zug zum Durchfahren braucht.

Arbeiter in Schutzkleidung mit Helm und Gehörschutz schneidet mit einem Freischneider an einem bewaldeten Hang
Arbeiter mit Helm, Gehörschutz und Schutzkleidung führt einen Freischneider über einen Hang mit Herbstlaub

Was zum Rückschnitt gehört

Der Auftrag beginnt an der Böschung und endet, wenn das Schnittgut weg ist.

Rückschnitt an Böschungen

Bäume und Sträucher am Bahndamm werden zurückgenommen, bevor sie zum Gleis hin überhängen. Wie weit, richtet sich nach der Schnittzeit und den Vorgaben des Auftraggebers.

Randwege und Zugänge freischneiden

Randwege, Treppen und Zugänge zur Strecke müssen begehbar bleiben, für Streckenpersonal, Bautrupps und im Notfall. Gras, Brombeeren und Gebüsch kommen mit dem Freischneider weg.

Überhang aus dem Lichtraum entfernen

Äste im Lichtraum streifen Züge oder verdecken Signale. Sie werden bis an die Grenze zurückgeschnitten, die der Auftraggeber vorgibt.

Schnittgut abräumen

Äste und Grünschnitt werden aufgenommen, am Gleis bleibt nichts liegen.

Wann geschnitten werden darf

Den Kalender für den Rückschnitt gibt das Naturschutzrecht vor.

Nach § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz dürfen Gehölze vom 1. März bis 30. September nicht stark zurückgeschnitten oder beseitigt werden. In diesen Monaten brüten die Vögel. Erlaubt sind dann schonende Pflegeschnitte, die nur den Zuwachs wegnehmen. Ausnahmen gelten, wenn die Verkehrssicherheit es verlangt.

Der kräftige Rückschnitt fällt deshalb in die Zeit von Oktober bis Ende Februar. Wer ihn schon im Sommer plant, kann gleich zu Beginn der Schnittzeit loslegen. Mehr dazu im Ratgeber Rückschnitt an Bahnstrecken.

Das Schnittjahr an der Strecke

  • Oktober bis Februarkräftiger Rückschnitt
  • März bis Septembernur schonende Pflegeschnitte
Gleiskurve im Wald, Büsche und Gräser wachsen bis an die Schienen heran

Schneiden und sichern aus einem Betrieb

Wer an der Strecke schneidet, steht oft im Gefahrenbereich: dort, wo ein vorbeifahrender Zug Menschen gefährden kann. Mit Freischneider und Gehörschutz hört man ihn nicht kommen. Deshalb braucht auch der Rückschnitt eine Sicherung.

Wenn auf dem Gleis Züge fahren

Sicherungsposten warnen den Trupp vor jedem Zug. Der Trupp verlässt den Gefahrenbereich und arbeitet weiter, wenn der Zug vorbei ist.

In der Sperrpause

Eine Sperrpause ist ein fest vereinbarter Zeitraum, in dem auf dem gesperrten Gleis keine Züge fahren. Auf dem Nachbargleis läuft der Betrieb oft weiter, dorthin wird dann gesichert.

Bei LANG kommen der Trupp, der schneidet, und die Posten, die ihn warnen, aus demselben Betrieb. Sie stimmen den Einsatz mit einem Ansprechpartner ab und beauftragen keine zweite Firma. Mehr dazu unter Gleissicherung. Von Mülheim an der Ruhr aus ist LANG an Bahnanlagen im Einsatz, die Einsatzorte stimmen wir mit Ihnen ab.

So läuft ein Rückschnitt ab

Bevor geschnitten wird, sehen wir uns den Abschnitt an. Danach wissen beide Seiten, was der Einsatz braucht.

  1. 1

    Anfrage

    Sie nennen Streckenabschnitt oder Fläche, den gewünschten Zeitraum und was zurückgeschnitten werden soll.

  2. 2

    Besichtigung

    Wir sehen uns den Bewuchs an und klären mit Ihnen, ob eine Sperrpause nötig ist und wo der Trupp an die Strecke kommt.

  3. 3

    Rückschnitt unter Sicherung

    Nach der Einweisung vor Ort wird geschnitten. Die Posten warnen, solange auf dem Gleis oder daneben Züge fahren.

  4. 4

    Abräumen und Rückmeldung

    Das Schnittgut kommt weg. Sie erfahren, welcher Abschnitt erledigt ist und was offen bleibt.

Wovon der Preis abhängt

Jeder Abschnitt sieht anders aus, deshalb gibt es für den Rückschnitt keine Pauschalpreise. Sie bekommen ein Angebot nach Ihren Angaben und der Besichtigung.

Schicken Sie uns dafür den Abschnitt über das Kontaktformular.

  • Länge oder FlächeWie viele Meter Böschung, Randweg oder Zugang bearbeitet werden.
  • Art und Dichte des BewuchsesGras und Gebüsch gehen schneller als ausgewachsene Bäume mit Ästen über dem Gleis.
  • ZugänglichkeitOb Fahrzeuge bis an die Strecke kommen oder Werkzeug und Schnittgut über Hänge und Treppen getragen werden.
  • SperrpauseOb in einer Sperrpause gearbeitet wird oder unter laufendem Betrieb mit Sicherungsposten.
  • EntsorgungWie viel Schnittgut anfällt und ob es abgefahren oder vor Ort gesammelt wird.

Fragen zur Vegetationspflege

Was Auftraggeber vor dem Rückschnitt am häufigsten wissen wollen.

Wann ist die beste Zeit für den Rückschnitt?

Für einen kräftigen Rückschnitt die Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar. Dann ist er nach dem Naturschutzrecht erlaubt, und ohne Laub sieht man gut, welche Äste stören.

Was ist der Lichtraum?

Der Raum um das Gleis, den ein Zug zum Durchfahren braucht, einschließlich des Platzes für die Oberleitung. In diesen Raum darf nichts hineinragen. Die genauen Grenzen stehen in den Vorgaben des Auftraggebers, nach denen wir schneiden.

Braucht der Rückschnitt eine Gleissicherung?

Ja, sobald der Trupp in den Gefahrenbereich eines befahrenen Gleises kommt. Welche Sicherung nötig ist, legt der Sicherungsplan des Auftraggebers fest. Die Sicherungsposten stellt LANG aus dem eigenen Betrieb.

Was passiert mit dem Schnittgut?

Es wird aufgenommen und abgefahren. Ob es entsorgt oder an einer vereinbarten Stelle gesammelt wird, legen wir vorher mit Ihnen fest.

Kann auch im Sommer geschnitten werden?

Ja, mit schonenden Pflegeschnitten, die nur den Zuwachs wegnehmen. Stärker eingegriffen wird von März bis September nur, wenn die Verkehrssicherheit es verlangt, etwa bei einem Ast, der in den Lichtraum ragt.

Den Rückschnitt rechtzeitig planen

Nennen Sie uns den Abschnitt, den Zeitraum und was zurückgeschnitten werden soll. LANG meldet sich mit einem Vorschlag, die Sicherung ist gleich mit eingeplant.